Web 2.0 und Partizipation

Interessanter Beitrag zur Web 2.0-Diskussion aus der Neuen Zürcher Zeitung
http://www.nzz.ch/2006/01/13/em/articleDHFG7.html

Ein Wesensmerkmal des Web 2.0, auf den auch der Begriff des Read-/Write-Web verweist, hat mit sozialen Aspekten, mit der Techniknutzung, zu tun. Es geht um die Interaktivität. Einen "Distributionsapparat in einen Kommunikationsapparat zu verwandeln" hat schon Bert Brecht gefordert, zu Beginn der dreissiger Jahre, als das Radio noch zum Nachdenken anregte. Seither sind Dialogfähigkeit, Interaktivität, Partizipation unverzichtbare Textbausteine jeglicher Form von kritischer Medientheorie.

Bloggen heißt eben nicht nur eigene Texte, Erlebnisse, Erfahrungen niederzuschreiben, sonderen auch Teil eines neuen, virtuellen Netzwerks mit Blogeinträgen, Kommentaren und Diskussionen zu sein.

Insbesondere seit dem Aufkommen von Weblogs gibt es im Web möglicherweise bereits mehr Schreiber als Leser. Technorati, eine Suchmaschine, die sich auf das Durchforsten von Blogs spezialisiert hat, beobachtet gemäss eigenen Angaben 24,7 Millionen Websites. Täglich würden 70,000 neue Blogs eröffnet, täglich würden 700,000 neue Blog-Beiträge publiziert. Das ist die Blogosphere, das ist der "Triumph der Amateure", ein Slogan, mit dem der deutsche Blogger Wolfgang Sommergut etwas Wesentliches von Web 2.0 treffend beschreibt.

Schönes Fazit am Ende: Web 2.0 ist doch nur Web 1.0.


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