Wenn Medien mal was in Blogs absondern

Stefan Niggemeier (Bildblog) fasst ein einem schönen Text für die FAZ am Sonntag mal zusammen, wie die klassischen Medien auf die neuen Kommunikationskanäle im Internet reagieren. Insbesondere, wie sie eben nicht oder falsch reagieren. So gibt's wohl immer noch reihenweise blogs (Süddeusche Zeitung), in dem Journalisten nur einmal im Monat einen Text absondern, und auf Kommentare noch nicht einmal reagieren.

Zitat Niggemeier: "Diese Blogs sollen Interaktivität suggerieren und demonstrieren das Gegenteil. Echte Interaktivität wäre aber auch ein wahrhaft revolutionäres Konzept. Der amerikanische Journalist und Vordenker Jeff Jarvis beschreibt es so: >Das Problem mit der Art, wie die Medien Interaktivität definieren, ist, daß es immer um kontrollierte Reaktionen auf die Tagesordnung des Mediums geht: Kommt und redet über unser Zeug. Sie wird gestaltet wie ein Museum für Kinder, mit Knöpfen, die man drücken kann und die einen beschäftigen sollen. Das ist die Botschaft, die alle Foren und Chats und Blogs vermitteln, die sich mit den Veröffentlichungen der Medien beschäftigen. Bei Interaktivität geht es um mehr als ums Reagieren. Es geht ums Gestalten. Es geht nicht um kontrollierte Autorität. Es geht um geteilte Autorität.<"

Wäre natürlich zu ergänzen, dass auch der Bildblog des Autors keine Interaktivität im Sinne von Kommentar und Diskussion bietet, also Quer zur Definition eines Weblogs steht.

Hier das Posting von Jeff Jarvis
http://www.buzzmachine.com/index.php/interact/


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