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»web 2.0«

Web 2.0 Needs Sound Sources

Ulf von Rauchhaupt features in FAZ (26.1.2006) Web 2.0 ideas and identifies two categories where the so-called wisdom of the crowds sums up for a better knowledge: an Ebay-style and a Wikipedia-style mechanism. With Ebay an economic supply and demand scheme leads to the best price, a statistical average by the many users. With Wikipedia, statistically, mistakes average out. But there are further problems like the credibility of sources. Rauchhaupt comes to the conclusion that Web 2.0 applications are powerful tools to foster knowledge but they only work with a sound base of (public funded) science.
BTW: Rauchhaupt's article is essentially a Web 2.0 product as Internet users could add comments and inspiration to a pre-print web version of his article scheduled for print in the daily FAZ.


Wenn Medien mal was in Blogs absondern

Stefan Niggemeier (Bildblog) fasst ein einem schönen Text für die FAZ am Sonntag mal zusammen, wie die klassischen Medien auf die neuen Kommunikationskanäle im Internet reagieren. Insbesondere, wie sie eben nicht oder falsch reagieren. So gibt's wohl immer noch reihenweise blogs (Süddeusche Zeitung), in dem Journalisten nur einmal im Monat einen Text absondern, und auf Kommentare noch nicht einmal reagieren.

Zitat Niggemeier: "Diese Blogs sollen Interaktivität suggerieren und demonstrieren das Gegenteil. Echte Interaktivität wäre aber auch ein wahrhaft revolutionäres Konzept. Der amerikanische Journalist und Vordenker Jeff Jarvis beschreibt es so: >Das Problem mit der Art, wie die Medien Interaktivität definieren, ist, daß es immer um kontrollierte Reaktionen auf die Tagesordnung des Mediums geht: Kommt und redet über unser Zeug. Sie wird gestaltet wie ein Museum für Kinder, mit Knöpfen, die man drücken kann und die einen beschäftigen sollen. Das ist die Botschaft, die alle Foren und Chats und Blogs vermitteln, die sich mit den Veröffentlichungen der Medien beschäftigen. Bei Interaktivität geht es um mehr als ums Reagieren. Es geht ums Gestalten. Es geht nicht um kontrollierte Autorität. Es geht um geteilte Autorität.<"

Wäre natürlich zu ergänzen, dass auch der Bildblog des Autors keine Interaktivität im Sinne von Kommentar und Diskussion bietet, also Quer zur Definition eines Weblogs steht.

Hier das Posting von Jeff Jarvis
http://www.buzzmachine.com/index.php/interact/


Web 2.0 und Partizipation

Interessanter Beitrag zur Web 2.0-Diskussion aus der Neuen Zürcher Zeitung
http://www.nzz.ch/2006/01/13/em/articleDHFG7.html

Ein Wesensmerkmal des Web 2.0, auf den auch der Begriff des Read-/Write-Web verweist, hat mit sozialen Aspekten, mit der Techniknutzung, zu tun. Es geht um die Interaktivität. Einen "Distributionsapparat in einen Kommunikationsapparat zu verwandeln" hat schon Bert Brecht gefordert, zu Beginn der dreissiger Jahre, als das Radio noch zum Nachdenken anregte. Seither sind Dialogfähigkeit, Interaktivität, Partizipation unverzichtbare Textbausteine jeglicher Form von kritischer Medientheorie.

Bloggen heißt eben nicht nur eigene Texte, Erlebnisse, Erfahrungen niederzuschreiben, sonderen auch Teil eines neuen, virtuellen Netzwerks mit Blogeinträgen, Kommentaren und Diskussionen zu sein.

Insbesondere seit dem Aufkommen von Weblogs gibt es im Web möglicherweise bereits mehr Schreiber als Leser. Technorati, eine Suchmaschine, die sich auf das Durchforsten von Blogs spezialisiert hat, beobachtet gemäss eigenen Angaben 24,7 Millionen Websites. Täglich würden 70,000 neue Blogs eröffnet, täglich würden 700,000 neue Blog-Beiträge publiziert. Das ist die Blogosphere, das ist der "Triumph der Amateure", ein Slogan, mit dem der deutsche Blogger Wolfgang Sommergut etwas Wesentliches von Web 2.0 treffend beschreibt.

Schönes Fazit am Ende: Web 2.0 ist doch nur Web 1.0.